Labidochromis freibergi ist ein typischer
Mbuna (Felsencichlide), der in einem durch zahlreiche Steinaufbauten
gegliederten Aquarium leicht zu pflegen ist. Als Bodengrund sollte grober Sand oder feiner Kies verwendet werden.
Aufgrund der geringen Größe dieses lebhaften
Cichliden kann auch in kleineren Aquarien eine Gruppe, bestehend aus 2 - 3
Männchen und mehreren Weibchen, gepflegt werden. Um die Aggressivität möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, Labidochromis freibergi mit
anderen Mbunas zu vergesellschaften. Alternativ bietet sich eine Pflege im
Artbecken an, wobei darauf zu achten ist, dass immer eine Gruppe von etwa 8 - 10
Exemplaren gehalten werden sollte, so dass sich die Aggressionen des stärksten
Männchens auf mehrere Tiere verteilen.
Die Männchen sind revierbildend. Weibchen und
Jungtiere findet man im natürlichen Lebensraum einzeln oder in kleinen Trupps
zusammen, die den Felsaufwuchs gemeinsam nach Fressbarem inspizieren. Männchen
mit blauer Grundfärbung und kräftigeren Eiflecken auf der Afterflosse. Die Weibchen
haben eher eine graue Grundfärbung. Allerdings können ältere Weibchen ebenfalls
ähnlich blau wie die Männchen gefärbt sein, so dass die Unterscheidung der
Geschlechter von Labidochromis freibergi schwierig ist. Mit etwas Übung lassen sich die Geschlechter an der
Form und Ausbildung der Genitalpapillen erkennen. Jungtiere sind einfarbig
graubraun und lassen sich nur schwer nach Geschlechtern unterscheiden.
Die Zucht von Labidochromis freibergi ist einfach. Die Eiablage erfolgt im Zentrum des Männchenreviers auf oder vor einem Stein oder in einer kleinen Mulde unter einem Stein bzw. Höhle unter kreisenden Bewegungen ("Eifleckmethode"). Das Weibchen wird nach dem Ablaichen vom Männchen vertrieben. Nach etwa 3 Wochen entlässt das Weibchen ungefähr 20 - 30 Jungfische, die mit fast 10 mm Gesamtlänge schon recht groß sind und sofort alles fressen, was sie bewältigen können. Meist kümmert sich das Muttertier nicht mehr um die einmal freigesetzten Jungfische. Mit frisch geschlüpften Artemianauplien in Kombination mit fein zerriebenem Flockenfutter lassen sich die Jungtiere leicht aufziehen. Die Geschlechtsreife tritt nach etwa einem knappen dreiviertel Jahr ein. Sofern man nicht die gesamte Brut aufziehen möchte, kann man das tragende Weibchen im Gesellschaftsaquarium belassen, es werden immer einige Jungen durchkommen. Die Jungfische von Labidochromis freibergi erscheinen zunächst sehr vorsichtig, doch dann immer zielstrebiger zur allgemeinen Fütterung, um kleine herabfallende Brocken zu fressen.
