Fachbegriffe der Vogelspinnenhaltung

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Radialstriemen

Radialstriemen sind von der Thoraxgrube ausgehende Striemen. Das erste Striemenpaar grenzt den Brust vom Kopfteil der Carapax ab. Besonders deutlich sind die Radialstriemen bei Brachypelma emilia zu sehen, da bei ihr das Kopfstück zusätzlich anders gefärbt ist als der restliche Carapax.

Receptacula seminis

Receptacula seminis ist ein Teil der weiblichen Geschlechtsorgane, das zur Aufbewahrung des Spermas dient.

Reifehäutung

Die Reifehäutung ist die letzte Häutung eines Vogelspinnenmännchens vor der Geschlechtsreife. Jetzt kann sich das Männchen fortpflanzen. Die Geschlechtsreife eines Männchens erkennt man an den veränderten Tarsen, die sich zu Bulben umbilden, in denen das Sperma mit Hilfe des Spermanetzes bis zur Paarung gespeichert wird. Ein weiteres Merkmal, dass die Männchen nach der Reifehäutung haben, sind die Schienbeinhaken, die jedoch nicht alle Vogelspinnenarten haben.

Reizhaare

Reizhaare befinden sich auf dem Abdomen der Vogelspinnen. Es sind kleine Härchen, die mit einem Widerhaken versehen sind. Die Reizhaare werden einem Angreifer entgegengeschleudert. Dies geschieht durch Reiben der hinteren Beine am Abdomen. Diese Reizhaare können auch beim Menschen zu Juckreiz führen. Aufpassen sollte man vor allem, dass man die Reizhaare nicht einatmet.

Saugmagen

Beim Fressen wird die Beute schon ausserhalb der Spinne verdaut. Der Saugmagen saugt die verdaute Beute in das Innere der Spinne.

Scopula

Als Scopula werden die Haftpolster an den Tarsen und Metatarsen bezeichnet.

Sigille

Sigille sind haarlose Eindruckstellen auf dem Sternum. Sie sind oft arttypisch und werden daher oft von Experten für die Artbestimmung verwendet.

Sinneshaare

Sinneshaare sind über den ganzen Körper der Vogelspinne verteilt. Mit ihnen kann die Vogelspinne Erschütterungen und Luftbewegungen wahrnehmen.

Semi adult

Siehe sub adult.

Spermanetz

Das Spermanetz wird vom Männchen gebaut, um den Samen aus dem Hinterleib in die Bulben zu bringen. Dazu klettern sie unter das Netz und bringen das Sperma an. Anschließend klettern sie auf das Netz und nehmen das Sperma mit den Bulben auf. Erst nach dem Bau des Spermanetzes ist das Männchen bereit zur Paarung. Nach jeder Paarung muß das Männchen ein neues Spermanetz bauen, damit die Bulben wieder geladen sind. Manchmal kommt es vor, dass das Männchen nur einen Bulben zur Paarung benutzt. Dann kann man es auch ohne Bau eines neuen Spermanetztes nochmal verpaaren.
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