Ein guter
Filter erfüllt mehrere Aufgaben
im Aquarium:
1.
Mechanische Filterung (alle Filtertypen)
2.
Biologische Filterung (alle größeren Filter mit geeignetem Filtermaterial,
insbesondere
Bodenfilter und Biofilter)
3.
Chemische Filterung
4. Sauerstoffanreicherung (alle Filter mit ausreichender Leistung)
5. Oberflächenbewegung
6. Strömungserzeugung (Filter mit hoher Leistung)
Die
Filtergröße wird in erster Linie der Größe des Aquariums, der Fischzahl und damit der Menge
des anfallenden Schmutzes anzupassen sein.
Im allgemeinen gilt: Je größer, desto besser.
Für Pflanzenaquarien trifft das jedoch nicht zu. Diese sollten eher schwach
gefiltert und dafür nur sehr sparsam mit Fischen besetzt werden!
Die
Filterleistung soll sich nach den gleichen Kriterien, an erster Stelle
jedoch nach dem Volumen des Beckens richten.
Ein schwach besetztes 100 Liter Becken (weniger als 1 cm Fischlänge auf 5 Liter
Wasser) kann ohne weiteres mit einem Filter schwächerer Leistung auskommen als
ein 60 Liter Becken mit starker Besetzung (1 cm Fischlänge auf 1 Liter Wasser).
Als Faustregel sollte das
Filtervolumen so groß wie möglich sein und die
Leistung pro Stunde mindestens der Hälfte des Beckeninhaltes entsprechen.
Bei einem 50 l Becken brauchen Leistung und Volumen nur halb so groß zu sein,
bei einem 200 l Becken doppelt so groß. Die Tabelle enthält nur Richtwerte, die
bei der Auswahl eines Filters die Wahl erleichtern sollen.
Das Filtervolumen errechnet sich z. B, bei einem zylinderförmigen Körper (z. B.
Schaumstoffpatronen) nach der folgenden Formel:
Radius zum Quadrat x 3,14 x Höhe
3 cm x 3 cm = 9 cm x 3,14 x 15
also 424 cm³; Inhalt = Volumen hat eine solche Patrone.
Bei
Filterbehältern mit rechteckiger oder quadratischer Bodenfläche ist die
Berechnung:
Länge x Breite x Höhe = Volumen in cm³.
Die Förderleistung eines Filters lässt mit zunehmender Verschmutzung sehr nach.
Dieses Nachlassen ist auch abhängig von der Art der
Filterpumpe.
Luftbetriebene Pumpen sind bei Verschmutzung wesentlich anfälliger in der
Leistung als Motorkreiselpumpen.
Die gebräuchlichsten
Filtertypen:
1 . Innenfilter
a) Bodenfilter (nur bedingt geeignet)
b) Schaumstoffpatronenfilter
c) Plastikeckfilter
d) Tauchkreiselpumpenfilter
e) Biofilter
2. Außenfilter
a) Kreiselpumpen Topffilter
b) Kastenfilter mit Motor oder Mammutpumpe
Aus dem vielfältigen Filterangebot (es gibt sicher über 100 Typen) das passende
zu finden, dürfte einem Aquarianer Neuling schwer fallen.
Hier einige Empfehlungen:
Für (Zucht)becken bis 40 Liter:
Schaumstoffpatronenfilter (z. B. Billi von Tetra) oder Kunststoff Eckfilter,
dazu eine Luft Membranpumpe.
Kleine Bodenfilter sind ungeeignet, denn der Schmutz muss mit der regelmäßigen
Reinigung aus dem Becken heraus.
Für kleine bis mittlere Becken bis 80 Liter:
Schaumstoffilter (z. B. Brillant von Tetra), lnnenfilter verschiedenster Bauart,
Kreiselpumpenfilter (z. B. Eheim, Fluval, oder vergleichbare), Außenfilterkasten
mit Motor oder Mammutpumpe.
Für mittlere Becken bis 150 Liter:
Tauchkreiselpumpe (z, B. Rena) Kreiselpumpen Topffilter (z. B. Eheim, Fluval)
Schaumstoffpatronenfilter (z. B. Tetra Brillant Super)
Mehr zur Filterung gibt es
hier.