Krankheiten der Aquarienfische
Wie entstehen Krankheiten?
Fast alle Krankheitserreger sind permanent im Aquarium in geringer Anzahl enthalten. Erst wenn sich die Erreger durch besondere
Umstände sehr stark vermehren können, bricht eine Krankheit aus.
Ein weiterer Faktor ist das Einschleppen von Krankheitserregern durch neu gekaufte Fische. Deshalb sollte man neue Fische erst
ein paar Wochen in einem Quarantänebecken halten und gut beobachten.
Normalerweise verhindert das
Immunsystem eines Fisches den Ausbruch einer Krankheit. Ist dieses Immunsystem jedoch geschwächt (Stress, ungünstige Haltungsbedingungen
usw.), dann bricht die Krankheit aus. Also sollte man dafür sorgen, dass diese Stressfaktoren erst gar nicht auftreten.
Was sind Stressfaktoren?
Ungeeignete Wasserwerte
Unsere
Aquarienfische kommen aus den unterschiedlichsten Herkunftsgebieten mit verschiedenen
Wasserwerten. Für die Aquaristik von besonderer Bedeutung ist die
Wasserhärte,
die
Temperatur und der
pH-Wert. Man sollte niemals Fische zusammen halten, die aus Hartwasser-
und Weichwassergebieten kommen. Zu hartes Wasser für Weichwasserfische erzeugt nicht nur
Stress, sondern kann auch zu Nierenschäden führen. Ebenso darf man nicht Fische, die es
eher warm mögen mit solchen, die kühlere Temperaturen bevorzugen, zusammen in einem
Becken halten. Man sollte sich schon vor dem Gang ins Zoogeschäft über die
Haltungsbedingungen der gewünschten Fische informieren, da es leider immer wieder
Händler gibt, die nur verkaufen wollen. Nur wenige Händler raten den Kunden vor
einer unpassenden Zusammenstellung ab.
Verschmutztes Wasser
Verschmutztes Wasser bedeutet auch Stress für die Fische. Dabei ist nicht der gröbere Schmutz, den man
sieht das Schlimme, vielmehr sind die unsichtbaren Schadstoffe, die sich aus Fischkot, nicht gefressenem Futter,
faulenden Pflanzenteilen usw. bilden, gefährlich für die Fische. Nur in ganz gering besetzten Aquarien schafft es
der Filter, diese Stoffe ztu entfernen. Deshalb ist es dringend nötig, durch einen regelmässigen Teilwasserwechsel
diese Stoffe wenigstens teilweise zu entfernen. Als Faustregel kann gelten, dass man wöchentlich 1/4 bis 1/3 des Aquariumwassers
wechselt. In einem stark besetzten Aquarium muss natürlich mehr gewechselt werden. Darum das Aquarium nicht überbesetzen. Folgende Tabelle
sollte man sich bei der Besetzung zu Herzen nehmen:
| Fischgröße |
Wassermenge je cm Fisch |
| kleiner als 2 cm |
1 l Wasser je cm |
| 2 bis 5 cm |
1,5 l Wasser je cm |
| 6 bis 9 cm |
2 l Wasser je cm |
| 10 bis 13 cm |
3 l Wasser je cm |
| 14 bis 19 cm |
4 l Wasser je cm |
| 20 cm und mehr |
keine Pauschallänge möglich |
Bei den Angaben geht man natürlich von der Größe der ausgewachsenen Fische
aus.
Das ist jedoch nur ein grober Anhaltspunkt. Je nach Fischart kann es hier noch zu Schwankungen kommen. Sehr aktive Arten brauchen natürlich mehr Platz als eher ruhige Tiere. Ebenso benötigen Fische, die ein großes Revier (z.B.
Buntbarsche) beanspruchen, auch den entsprechenden Platz.
Falsche oder einseitige Ernährung
Auch bei Fischen kommt es bei einseitiger Ernährung zu Mangelerscheinungen. Die Vielfalt der verschiedensten Ernährungsgewohnheiten ist gross. Das reicht von Fleischfressern, Pflanzenfressern über Allesfresser bis zu hoch spezialisierten Gesellen wie den
Kugelfischen, die unbedingt auf Schnecken oder andere krebsartige Tiere angewiesen sind.
Vielfalt ist hier die Devise.