Daphnien (Wasserflöhe) gibt es in manchen Teichen im Sommer in Massen. Sie sind aber für kleinere Fischarten etwas zu groß. Außerdem sind sie nicht besonders nahrhaft. Wenn man aber im Aquarium eine Algenblüte (grünes Wasser) hat, dann wirkt ein eingesetzter Schwarm Daphnien Wunder, vorausgesetzt, sie werden nicht gleich von den Fischen gefressen. Im Gegensatz zum Trockenfutter macht es hier nichts, wenn mal etwas zuviel gegeben wird. Übertreiben sollte man aber dennoch nicht, da die überzähligen Daphnien von den satten Fischen nur noch tot gebissen werden und dann vergammeln.
Tubifex leben im Schlamm. Viele kommen aus verunreinigten Gewässern, daher sollten die erworbenen Würmer vor dem Verfüttern erst einige Zeit möglichst unter fließendem Wasser gehalten werden. Auch hier sollte man nicht zuviel auf einmal geben, da die Würmer sich im Bodengrund verkriechen und dann den Bodengrund verderben. Außerdem trägt eine übermäßige Wurmfütterung zur Verfettung der Fische bei. Als recht nützlich haben sich Tubifex bei mir als "kleiner Happen zwischendurch" bei der Zucht von Panzerwelsen erwiesen. Zwischen den Laichakten gefütterte Tubifex tragen sehr dazu bei, dass die Fische die eben abgelegten Eier in Ruhe lassen und nicht gleich wieder auffressen.
Rote Mückenlarven leben ebenfalls in schlammigen Gewässern. Sie werden in einer flachen, abgedeckten Schale gehalten, die kühl stehen muss. Sie sollten täglich unter der Wasserleitung gespült werden. Die aus den Puppen schlüpfenden Mücken stechen nicht. Sie sind als Futter geeignet für Fische, die nicht von der Oberfläche fressen, da sie schnell nach unten sinken. Rote Mückenlarven aus mit Schadstoffen stark belasteten Gewässern sollten nicht verfüttert werden, da sie die Schadstoffe sehr lange speichern.
Schwarze Mückenlarven werden von allen Fischen sehr gern gefressen. Man kann sie in Regentonnen, Pfützen oder anderen kleinen Wasseransammlungen oft in Massen fangen. Die Larven und Puppen hängen an der Wasseroberfläche und streben bei Beunruhigung in die Tiefe. Sie müssen jedoch wieder zum Luftholen an die Oberfläche und können dann leicht mit einem Kescher gefangen werden. Achtung , die ausgeschlüpften Mücken stechen. Schwarze Mückenlarven können nicht längere Zeit in der Wohnung gehalten werden.
Weiße Mückenlarven sind ebenfalls ein ausgezeichnetes Futter. Sie fördern den Laichansatz. Wir finden sie im Winter als glashelle, waagerecht schwebende "Stäbchen" im freien Wasser von Tümpeln und Teichen. Die Hälterung kann kühl in flachen Schüsseln erfolgen. So sind die Larven längere Zeit haltbar. Diese Mücken stechen nicht, allerdings sollte man grosse Mückenlarven nicht an zu kleine Fische verfüttern, da diese manchmal die Fische angreifen.
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