80 % aller Aquarianer füttern ihre Zierfische heute ausschließlich mit Flockenfutter und Futtertabletten.
Etwa 15 % der Aquarianer füttern regelmäßig etwa einmal pro Woche zusätzlich Lebendfutter, wie Tubifex, Mückenlarven oder Daphnien, die sie selbst fangen oder in Zoogeschäften kaufen.
Nur 5 % aller Aquarianer füttern von Frühjahr bis Herbst Lebendfutter und im Winter Flockenfutter nur dann, wenn es draußen nichts mehr zu fangen gibt. Diese Aquarianer züchten häufig noch selbst Fruchtfliegen, Enchyträen oder Grindalwürmchen als Lebendfutter für Zuchttiere und besonders schwierig zu ernährende Arten.
In fast allen Aquarienbüchern der Welt finden sich immer wieder negative Hinweise auf Trocken- oder Kunstfutter. Die neuen modernen Flockenfuttermittel werden oft ignoriert oder als zu einseitig dargestellt, was sie durchaus nicht sein müssen. Ohne die verschiedenen guten Zierfischflockenfuttermittel wäre die Aquaristik heute arm dran.
Eine Millionen Aquarianer pflegen ca. 36 Millionen Zierfische allein in Deutschland. Diese brauchten ca. 3.000 Tonnen Lebendfutter im Jahr. Wo gäbe es dieses? Die Mehrzahl der Aquarianer würden ihr Aquarium und die Fische abschaffen, müssten sie ausschließlich mit Lebendfutter füttern.
Noch ein paar Zahlen zum besseren Verständnis:
Ein Aquariumfisch frisst durchschnittlich 0,038 g Flockenfutter pro Tag (zum Vergleich: ein Neonfisch 0,014 g). Im Jahr sind das 13,68 g Futter pro Fisch. Bei 36 Millionen Fischen sind dies mehr als 500 Tonnen oder 500.000 kg Flockenfutter!
Besonders bei Trockenfutter gilt: Nicht zu viel füttern! Lieber öfter und kleine Mengen füttern. Möglichst mehrere Futterarten verwenden. Für Welse und andere bodenbewohnende Fische sind Futtertabletten sehr gut geeignet. Manche Futtertabletten lassen sich einfach an die Scheiben kleben. Diese werden auch von nicht bodenbewohnenden Fischen gern angenommen. Man sollte den Fischen trotzdem so oft wie möglich Lebendfutter anbieten. Manche Arten lassen sich nur bei Fütterung mit Lebendfutter züchten. Ausgewachsenen Fischen macht auch ein Hungertag pro Woche nichts aus.
Einen Futterring sollte man nicht verwenden, da die Flocken auf engem Raum nicht genügend Zeit und Platz haben, schnell genug zu quellen. Zudem kommen auf zu engem Raum die scheuen Fische beim Fressen nicht zu ihrem Recht.
In Gesellschaftsbecken reichen zwei bis vier Fütterungen am Tag. Eine halbe Stunde vor dem Lichtausschalten wird nicht mehr mit Flockenfutter gefüttert.
Nachtaktive Fische, wie z. B. viele Welse, erhalten jedoch ihre Futterration erst zum Zeitpunkt des Lichtausschaltens: pro 5 cm "Welslänge" rechnet man etwa 1/2 1 TabiMin Tablette oder 1/2 TetraTips oder ähnliche Tablettenfuttermittel.
Jungfische bis ca. 2 cm Länge sollten 4 - 6 mal täglich Nahrung erhalten. In Züchtereien füttert man sogar bis zu 8 mal täglich. Online-Shops kommen immer mehr in Mode, da sie zumeist trotz Versandgebühren günstiger sind als Zoohandlungen. Recht günstige Online-Shops für Futter sind z.B.
Aqua-Design und
FutterParadies.
Für viele Fische ist Pflanzenfutter als Zusatznahrung unbedingt erforderlich. Neben den im Handel angebotenen Pflanzenfutter gibt es noch andere Alternativen. Abgestandene Salatblätter werden von vielen Fischen gern als Zusatznahrung angenommen. Man kann auch einen größeren Stein mit Spinat bestreichen, trocknen lassen, und dann ins Becken legen. Man wird erstaunt sein, welche Arten sich dafür interessieren. Jedoch sollte man es auch hier nicht übertreiben, da sonst die Wasserqualität darunter leidet.
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