Pflege der Schwimmpflanzen
Ein grosser Vorteil der Schwimmpflanzen ist, dass sie dem Aquarienwasser viele Schadstoffe entziehen. Sie verbrauchen durch ihr starkes Wachstum grosse Mengen an Nitrat und Phosphat. Damit werden sie zu Konkurrenten der unbeliebten Algen.
Schwimmpflanzen können also zur Begrenzung des Algenwachstums eingesetzt werden. Alleine sind sie aber meinst nicht in der Lage die Algen zu vertreiben. Hierzu müssen in der Regel noch weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Schwimmpflanzen dunkeln allzu helle Aquarien ab, was scheuen Fischen zugute kommt. Ausserdem benutzen viele Fische die langen Wurzeln als Laichsubstrat. Die dort schlüpfenden Jungfische sind hier auch gut vor Fressfeinden geschützt.
Die Schwimmpflanzen verbrauchen viele überschüssige Nährstoffe (Schadstoffe) im Aquariumwasser, jedoch benötigen sie auch gewisse Stoffe die in der Regel nicht im Überschuss vorhanden sind, wie zum Beispiel Eisen. Ein guter Eisendünger enthält auch die anderen nötigen Spurenelemente, die die Schwimmpflanzen für einen guten Wuchs benötigen.
Pflege der Amazonaspflanzen - Echinodorus
Amazonaspflanzen sind eine umfangreiche Gattung mit 47 Arten und 12 Varietäten. Das Verbreitungsgebiet der Amazonaspflanzen reicht vom südlichen Nordamerika über Mittelamerika bis in weite Teile von Südamerika.
Echinodorus sind überwiegend amphibische Sumpfpflanzen, sie ertragen teilweise länger anhaltende Überflutungen und bilden dann Wasserformen. Einige echte Wasserpflanzen bringen gelegentlich kümmerliche Sumpfpflanzen. Das wulzenförmige Rhizom ist kräftig, bei kleineren Arten gestaucht und schwächer. Die Blätter sind in Stiel und Spreite gegliedert, ihre Form ist meist lanzettig oder linear aber auch ei- oder herzförmig.
Die Ansprüche im Aquarium sind verschieden. Bevorzugt werden mittlere Bereiche von Licht, Temperatur und Wasserwerten. Herzblättrige Arten neigen zu länger gestielten Schwimmblättern oder bilden über den Wasser Luftblätter, welches durch nährstoffarmen Sandboden verhindert wird.
Amazonaspflanzen können verschieden verwendet werden. Kleine rasenbildende Arten mit Ausläufern bilden im Vordergrund einen dichten, flachen Bewuchs. Halbhohe Arten werden gut im mäßig hohen Becken und höher auftreibende und umfangreiche Pflanzen werden in entsprechende geräumige Aquarien als Solitärpflanzen gehalten.
Vermehrung der Amazonaspflanzen
Allgemein blühen Echinodorus als Sumpfpflanzen. Verschiedene Arten treiben auch im Aquarium längere Blütenstiele, die mitunter über den Wasser Blüten öffnen. Sie können mit einem kleinen Pinsel bestäubt werden.
Die Früchte werden abgenommen, wenn sie braun und ausgereift sind und dann etwa 3 Monate trocken aufbewahrt. Ihre Aufzucht erfolgt sumpfig in kleinen separaten Becken und mit etwa 10 cm Größe können die Jungpflanzen im Aquarium untergebracht werden.
Die vegetative Vermehrung ist verschieden möglich. Bestimmte Arten treiben Ausleger mit Adventivpflanzen in Ketten, die sich selbständig im Bodengrund verankern. Größere Pflanzen bilden gelegentlich Seitensprossen am Rhizom oder an Rhizomabschnitten.
Adventivsprossen am submersen Blütenstengel werden abgetrennt und eingesetzt oder mit dem Stengel auf dem Bodengrund abgesenkt. Freier Standplatz und ungestörtes Wachstum sind Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung.
| Deutscher Name | Glänzender Wasserkelches |
| Pflanzenfamilie | Cryptocorynen |
| Heimatregion | Sri Lanka |
| Vermehrung | Ausläufer |
| Standort | Mitte |
| Temperratur | 18 - 25°C |

Pflege des glänzenden Wasserkelches - Crytocoryne lucens
Der glänzende Wasserkelch (Crytocoryne lucens) ist eine submers und emers wachsende Rhizompflanze mit Ausläufern und rosettig angeordneten Blättern. Die Blattstiele sind mittellang, die Blattspreiten lanzettlich bis sehr langgezogen eiförmig, flach und glatt. Die Oberseite ist mittelgrün, die Unterseite etwas heller gefärbt. Die Spathaspreite ist flach, brauch und hat einen dunkelvioletten Schlundring.
Vermehrung des glänzenden Wasserkelch
Diese Cryptocoryne ist anspruchslos und sehr vermehrungsfeudig. Wegen ihres niedrigen Wuchses lässt sie sich auch im Vordergrund des Aquariums verwenden. Sie bevorzugt einen hellen Stand.
Blütenstände werden nur in der emersen Phase gebildet. Die Vermehrung erfolgt am günstigsten durch Abtrennen von Ausläuferpflanzen. Man kann auch die Sprossachsen älterer Pflanzen teilen und in den Boden stecken. Dann treiben ruhende Seitenknospen aus und wachsen zu neuen Pflanzen heran. Diese Art wurde lange Zeit als eine schmalblättrige Form von Cryptocoryne nevillii angesehen.
| Deutscher Name | Becketts Wasserkelch |
| Pflanzenfamilie | Cryptocorynen |
| Heimatregion | Sri Lanka |
| Vermehrung | Ausläufer |
| Standort | Mitte |
| Temperratur | 18 - 25°C |

Pflege von Becketts Wasserkelch - Cryptocoryne beckettii
Becketts Wasserkelch(Cryptocoryne beckettii) ist eine amphibisch lebende Rhizompflanze mit Ausläufern und rosettig angeordneten Blättern. Die Blattstiele sind mittellang, die Blattspreiten länglich-eiförmig, am Rand schwach gewellt. Sie sind oben olivgrün, manchmal mit dunklen, schrägen Strichen beiderseits des Mittelnervs. Die Unterseite ist blassgrün und mehr oder weniger rötlich angelaufen. Die Spathaspreite ist flach, gelblichgrün mit dunkelbraunem Schlundring. Becketts Wasserkelch ist beliebt und weit verbreitet.
Sie eignet sich für die mittleren Beckenpartien und bildet im Laufe der Zeit dichte Bestände. Becketts Wasserkelch ist auch als Sumpfpflanze und für die halbsubmerse Haltung geeignet, dann erscheinen auch die Blütenstände. Sie bevorzugt einen hellen bis leicht schattigen Stand.
Vermehrung von Becketts Wasserkelch
Die Vermehrung erfolgt am günstigsten durch Abtrennen von Ausläuferpflanzen. Man kann auch die Sprossachsen älterer Pflanzen teilen und in den Boden stecken. Dann treiben ruhende Seitenknospen aus und wachsen zu neuen Pflanzen heran.
| Deutscher Name | Wendts Wasserkelch |
| Pflanzenfamilie | Cryptocorynen |
| Heimatregion | Sri Lanka |
| Vermehrung | Ausläufer |
| Standort | Mitte |
| Temperratur | 18 - 25°C |

Pflege von Wendts Wasserkelch - Cryptocoryne wendtii
Wendts Wasserkelch (Cryptocoryne wendtii) ist eine amphibisch lebende Rhizonpflanze mit Ausläufern und rosettig angeordneten Blättern. Die Blattstiele sind mittellang. Die Blattspreiten sind länglich-eiförmig, je nach Varietät sehr verschieden gestaltet, gewellt bis schwach bulbos.
Die Oberseite der Blätter ist grün, olivgrün oder bräunlich. Die Unterseite ist blassgrün bis rötlich. Die Spathaspreite ist mittelbraun, meist mit einer Drehung und mit einem dunkelbraunem Schlundring.
An die Beleuchtung stellt sie keine besonderen Ansprüche. Sie wächst sowohl im Halbschatten als auch an hellen Standorten.
Vermehrung von Wendts Wasserkelch
Die Vermehrung erfolgt am günstigsten durch Abtrennen von Ausläuferpflanzen. Man kann auch die Sprossachsen älterer Pflanzen teilen und in den Boden stecken. Dann treiben ruhende Seitenknospen aus und wachsen zu neuen Pflanzen heran.
Gelegentlich werden auch im Aquarium Blütenstände angelegt. Diese sind aber nicht in der Lage, die Wasseroberfläche zu erreichen, und gehen nach einiger Zeit zugrunde. Cryptocoryne wendtii ist eine sehr variable Art, von der einige Varietäten bekannt sind.
